Filmreview: Star Trek – Beyond

Ich bin schon als Kind ein Star Trek – Fan gewesen und habe, obwohl ich die original Serie immer noch am besten finde, auch die Neuverfilmungen Star Trek und Star Trek – Into Darkness wirklich gemocht. Folglich habe ich mich total gefreut als ich hörte, dass ein neuer Teil ins Kino kommt! Hier ist nun meine Review zu dem Film, den ich mir gestern mit großer Vorfreude und ziemlich hohen Erwartungen auf der großen Leinwand gesehen habe.

Die Handlung:

Die Enterprise befindet sich gerade auf einer 5-Jahres-Mission im All, als sie einer Kapitänin eines anderen Raumschiffes zur Hilfe eilen, deren Mannschaft verunglückt ist. Bei der Rettungsmission wird die Enterprise angegriffen und zerstört – die Mannschaft wird, bis auf einige Ausnahmen, gefangen genommen. „Filmreview: Star Trek – Beyond“ weiterlesen

Filmreview: Black Swan

„Black Swan“ ist wie Quentin Tarantino’s „Pulp Fiction“ oder Robert Zemekis‘ „Forrest Gump“ ein Filmklassiker, den man einfach einmal gesehen haben sollte. Gestern bin ich dann endlich dazu gekommen und hier ist meine Review für alle, die den Film noch nicht kennen oder überlegen, sich ihn anzusehen!

Die Handlung:

Darren Aronofsky’s Psychothriller erzählt die Geschichte von Nina Sayers, deren größter Traum es ist, eine berühmte Primaballerina zu werden. Als das New Yorker Ballettensemble in dem sie tanzt beschließt, Tschaikowskis Schwanensee neu aufzuführen, kämpft sie verbissen um die Hauptrolle. Ihre Mutter, die ihre Tanzkarierre wegen ihrer Schwangerschaft abgebrochen hat, unterstützt sie dabei, wo sie nur kann. Dank hartem Training bekommt sie schließlich die Rolle, ihr Trainer Thomas Leroy bemängelt jedoch vorallem ihre Darbietung als schwarzer Schwan, dem es an Leidenschaft und Sinnlichkeit fehlt, denn die stets auf Perfektion bedachte Nina schaffte es nicht, sich beim Tanzen einfach fallen zu lassen und so den verführerischen schwarzen Schwan perfekt zu verkörpern.

Unter dem zunehmenden Druck beginnt sie sich am Rücken blutig zu kratzen und zu halluzinieren. Außerdem entwickelt sie eine Paranoia der neuen Tänzerin Lily gegenüber der sie vorwirft, ihr die Rolle wegnehmen zu wollen. Was zuvor noch wie ein wahr gewordener Traum ausgesehen hatte beginnt nun, Nina langsam zu zerstören.

Besetzung:

Nina Sayers – Natalie Portman

Thomas Leroy – Vincent Cassel

Lily – Mila Kunis

Erica Sayers (Nina’s Mutter) – Barbara Hershey

Meine Meinung:

Eigentlich bin ich absolut kein Fan von dieser Art Filme denn Tanzen, insbesondere Ballett, hat mich noch nie wirklich interessiert. Ich habe diesen Film also mit der Erwartung auf einen typischen Mädchentanzfilm begonnen und meine Erwartungen waren komplett – FALSCH! Natürlich ist das Hauptthema der Tanz aber ein Mädchenfilm? Nie im Leben! Der Konkurrenzkampf zwischen den Tänzerinnen wirkt nicht klischeehaft oder kitschig wie ich erwartet hatte, sondern ist mit so einer Absurdität inszeniert dass es eine völlig eigene Atmosphäre aufbaut, der man sich nur schwer entziehen kann.

Hinzu kommt, dass die schauspielerischen Leistungen und auch die Choreographien wirklich ausgesprochen gut waren (Natalie Portman war für den Oskar nominiert!) und so den Film von dem Niveau einer Teenieschnulze auf das eines wirklich oscarreifen Klassikers heben!

Die Handlung ist schwer vorhersehbar, abwechslungsreich und spannend wenn auch nicht gerade für jüngere Zuschauer. Wer hier also einen netten Familienfilm ums Tanzen erwartetet: tut mir leid, den muss ich enttäuschen! Wer aber einmal eine ganz andere Art Psychothriller, denn genau das ist die beste Bezeichnung für diesen Film, sehen möchte, ist hier vollkommen richtig!

Hat jemand von euch den Film schon gesehen? Wie hat er euch gefallen? Habt ihr etwas anderes erwartet, so wie ich? Würde mich über Kommentare freuen!

 

 

Filmreview: Alice im Wunderland

Da am 26. Mai der zweite Teil „Alice through the Looking Glass“ oder zu Deutsch „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ in unseren Kinos startet dachte ich mir, ich schreibe eine kleine (obwohl, „klein“ wird sie wahrscheindlich nicht bleiben) Filmreview über den ersten Teil – vielleicht hat ihn jemand ja noch nicht gesehen und möchte es nachholen?

Die Handlung:

Die Geschichte spielt zu einer Zeit, in der Alice schon erwachsen ist und beinahe keine Erinnerungen vom Wunderland mehr hat – sie kennt es nur noch aus ihren „Träumen“, die sie als Kind hatte. Die Neugier und ihre Fantasie hat sie sich jedoch beibehalten und so ist so gar nicht begeistert als sie erfährt, dass sie einen langweiligen Aristokraten heiraten soll – bei seinem Antrag läuft sie ohne eine Antwort zu geben davon, einem weißen Kaninchen hinterher, bis sie schließlich wegen ihrer Unvorsicht in ein tiefes Loch fällt und sich im Wunderland wiederfindet.

Hier soll sie, wie schon so oft als kleines Mädchen zuvor, gegen die rote Königing antreten, die seit Alice’s Abwesenheit das Wundeland mit ihrer Schreckensherrschaft in Angst versetzt. Mit der Zeit erinnert sie sich an ihrer früheren Abenteuer und an ihre Freunde, die sie schon beinahe vergessen hatte und findet so schlussendlich zu sich selbst.

Besetzung:

Alice Kingsleigh – Mia Wasikowska

Die Rote Königin – Helena Bonham Carter

Der Verrückte Hutmacher – Jonny Depp

Die Weiße Königin – Anne Hathaway

Die Raupe Absolem – Alan Rickman

Meine Meinung:

Wer sich hier eine moderne Version des Disney-Zeichentrickklassikers erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn die Neuverfilmung von Lewis Carrol’s Kinderbuch ist um einiges düsterer. Dennoch büßt der Film nichts von seinem verrückten Zauber ein – dafür sorgt Jonny Depp, der in seiner Rolle als der Hutmacher eine seiner besten schauspielerischen Leistungen abliefert. Man sieht neben ihm noch viele andere bekannte Gesichter, die wie selbstverständlich mit der chaotischen und abstrusen Welt des Wunderlands verschmelzen und lassen so diese „realistischer“ wirken als es in der Zeichentrickversion von 19151 der Fall ist.

Die Geschichte selbst ist verständlicherweise eine völlig andere, wie sie von Carrol erzählt wird, da in seinem Buch Alice noch ein Kind ist, so kann man diesen Film als Fortsetzung des Klassikers sehen.

Alles in allem finde ich diese Neuauflage sehr gelungen, der Cast wurde sehr gut gewählt und die Handlung ist eine schöne Fortsetzung von Lewis Carrol’s Werk. Jedoch ist dieser Filme wegen der düsteren Atmosphäre für kleinere Kinder eher weniger geeignet, dafür durften sich die Älteren von uns auf eine grandiose Neuverfilmung freuen!

Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil, wie seht ihr das? Hat euch der erste Teil gefallen? Würde mich über eure Meinung in den Kommentaren freuen!

Libba Bray – Der geheime Zirkel

Die Fantasyromanreihe Der geheime Zirkel umfasst insgesamt drei Teile:

  • Gemmas Visionen
  • Circes Rückkehr
  • Katriks Schicksal                                                         

Alle Teile spielen im England des 19. Jahrhunderts in der „Spence“ – Akademie für Mädchen, die die Protagonistin Gemma Doyle nach dem Tod ihrer Mutter besucht.  

Libba Bray

Libba Bray wuchs in Texas auf und machte mit 26 Jahren in dem Fach Drama den Universitätsabschluss. Danach verließ sie  Texas und zog nach New York City wo sie ihren jetzigen Ehemann Barry Goldblatt kennenlernte. Zusammen mit ihm und ihrem Sohn lebt sie heute in Brooklyn, New York.

Bereits als Kind mochte Libba gruselige Geschichten und verfasste bereits im Alter von 10 Jahren ihre erste Kurzgeschichte über einen Vampir. Nachdem sie mit 18 Jahren Opfer eines Autounfalls wurde, der ihr Gesicht entstellte, wirkte das Schreiben für sie wie eine Therapie. Durch zahlreiche Operationen sieht man heute kaum noch Spuren des Unfalls, die Liebe zum Schreiben ist jedoch geblieben.

Der geheime Zirkel – Gemmas Visionen

Inhalt: 

England,1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter, der „Spence-Akademie“, zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Dann entdeckt Gemma das Tagebuch eines Mädchens, das 20 Jahre zuvor auch Schülerin von Spence war. Die Lektüre elektrisiert sie: Die Verfasserin hatte Visionen von einem herrlichen Reich, das sie durch eine Art Portal betreten konnte. Hin- und hergerissen dazwischen, ihre Macht zu ergründen und sie zu verdrängen, weiht Gemma ihre Freundinnen ein. Die sind natürlich Feuer und Flamme. Bei einer »spiritistischen« Sitzung passiert es dann: Gemma sieht die Lichttür und tritt mit ihren Freundinnen in das fantastische Reich über. Überwältigt vom Gefühl der grenzenlosen Freiheit geben sich die Mädchen allerlei magischen Spielereien hin, denn dort lassen sich die kühnsten Träume realisieren. Doch bald schon erkennen sie, dass das magische Reich bedroht ist. Eine schreckliche Macht namens Circe will die Magie des Ortes für sich besitzen … 

Textauszug

Sein Lächeln erlischt und mit ihm auch die aufgesetzte Miene des fröhlichen Tollpatschs. Leise, in akzentfreiem Englisch flüstert er meiner Mutter zu: »Circe ist nahe.« Diese Worte ergeben für mich überhaupt keinen Sinn, ich halte sie für das bloße Ablenkungsmanöver eines gerissenen Diebes. Das will ich meiner Mutter gerade auch sagen, doch der Ausdruck blanken Entsetzens auf ihrem Gesicht schnürt mir die Kehle zu. Mit wildem Blick fährt sie herum und sucht die überfüllten Straßen ab, als halte sie nach einem verlorenen Kind Ausschau.

»Was ist los? Was ist passiert?«, frage ich. Die Männer sind plötzlich fort. Sie sind in der hastenden Menge verschwunden, nur ihre Fußspuren haben sie im Staub zurückgelassen. »Was hat der Mann zu dir gesagt?« Die Stimme meiner Mutter ist scharf wie eine Stahlklinge. »Nichts. Er war offensichtlich verwirrt. Die Straßen sind heutzutage nicht sicher.« Ich habe meine Mutter noch nie so gehört. So hart. So voller Angst. »Gemma, ich glaube, ich gehe am besten allein zu Mrs Talbot.« »Aber … aber was ist mit dem Kuchen?« Es ist lächerlich, das zu sagen, aber heute ist mein Geburtstag, und wenn ich auch nicht darauf erpicht bin, ihn in Mrs Talbots Wohnzimmer zu verbringen, so will ich mich ganz bestimmt nicht allein zu Hause langweilen, nur weil irgend so ein schwarz gekleideter Verrückter und sein Kumpan meiner Mutter einen Schrecken eingejagt haben. Mutter zieht ihren Schal eng um ihre Schultern. »Wir werden später Kuchen essen …« »Aber du hast versprochen …« »Ja, aber das war, bevor …« Ihre Worte bleiben in der Luft hängen. »Bevor was?« »Bevor du mich so geärgert hast! Wirklich, Gemma, du bist heute nicht in der richtigen Stimmung für einen Besuch. Sarita wird dich zurückbegleiten.« »Meine Stimmung ist ausgezeichnet«, protestiere ich, aber der Ton straft meine Worte Lügen. »Nein, ist sie nicht!« Mutters grüne Augen treffen meine. Da ist etwas, was ich noch nie zuvor darin gesehen habe. Ein ungeheurer Zorn, der mir den Atem raubt. So schnell, wie er über sie gekommen ist, ist er verflogen und Mutter ist wieder Mutter. »Du bist übermüdet und brauchst Ruhe. Heute Abend wollen wir feiern und ich werde dir erlauben, ein wenig Champagner zu trinken.« Ich werde dir erlauben, ein wenig Champagner zu trinken. Das ist kein Versprechen – es ist ein Vorwand, um mich loszuwerden. Es gab eine Zeit, da haben wir alles gemeinsam gemacht, und jetzt können wir nicht einmal mehr zusammen über den Basar gehen, ohne uns in die Haare zu kriegen. Ich bin eine Enttäuschung. Eine Tochter, die sie nirgendwohin mitnehmen will, nicht nach London und nicht einmal ins Haus einer alten Schachtel, die schwachen Tee macht. Wieder durchschneidet ein schriller Pfiff des Zugs die Luft und lässt Mutter zusammenfahren. »Hier, du kannst meine Halskette tragen, hmmm? Komm schon, nimm sie. Ich weiß, dass du sie immer bewundert hast.« Ich stehe still und stumm, während ich ihr erlaube, mir die Halskette umzulegen, die ich tatsächlich immer haben wollte. Aber jetzt drückt sie mich nieder. Ein Bestechungsgeschenk. Mutter wirft nochmals einen hastigen Blick auf den staubigen Marktplatz, bevor sie ihre grünen Augen auf mir ruhen lässt. »So. Du schaust … richtig erwachsen aus.« Sie presst ihre behandschuhte Hand an meine Wange, hält sie dort, als wollte sie sich mit ihren Fingern meine Züge einprägen. »Bis später zu Hause.« Niemand soll die Tränen in meinen Augen sehen, also suche ich nach dem Gemeinsten, was ich sagen kann. Bevor ich über den Marktplatz davonstürme, kommt es über meine Lippen: »Es ist mir egal, ob du überhaupt wieder nach Hause kommst.«

„DIE GESCHICHTE BEGINNT SO FURIOS, DASS MAN SIE NICHT MEHR AUS DER HAND LEGEN KANN“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„EIN WUNDERBARER GOTHIC-ROMAN – KÖSTLICH UND ELEGANT“ PUBLISHERS WEEKLY

Meine Meinung zur gesamten Trilogie

Ich habe die gesamte Reihe von meiner Tante zu Weihnachten bekommen und war – und das muss ich ehrlich zugeben – am Anfang doch etwas misstrauisch, denn es gibt wirklich schon einige Bücher, die ähnliche Themen aufgreifen. Jedoch legte sich das nach den ersten zehn Seiten des Buches, da mich die Geschichte so fesselte, wie es selten eine tat. Entgegen meiner Erwartungen ähnelte die Geschichte nicht im mindesten den etlichen Filmen über das amerikanische High School-Leben, sondern entwickelte seinen ganz eigenen Zauber. Die Autorin schafft es, durch ihren unvergleichlichen Schreibstil, den Leser mit in eine Welt zu nehmen, in der Pferdekutschen und der Skandal darüber, dass eine Frau Karriere macht Wirklichkeit sind. Nebenbei verliert die Geschichte trotz der insgesamt beinahe 2000 Seiten kein einziges Mal an Spannung. Die Bücher sind voll mit Magie, Geheimnissen und dem Zauber der Vergangenheit und ich kann jedem, der Geschichten dieser Art liebt, nur empfehlen, die Trilogie zu lesen.